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Geburtstag und Wettkampf
Erstellt am 29.09.2017 um 11:56 Uhr Seite: 1

Glarumer Turnerin feiert beim Wettkampf Geburtstag

Auf Einladung des Delmenhorster Turnerbundes reiste kürzlich eine Abordnung des TuS Glarum bestehend aus acht Turnerinnen, zwei Kampfrichtern, zwei Betreuern sowie einigen Eltern  nach Delmenhorst, um am dort stattgefundenen 2. Delmenhorster Turnerbund-Cup teilzunehmen. Das Turnteam, bestehend aus Nikita Eggers, dem Geburtstagskind Kimberly Scheel, Emilie Müller, Emily Scheel, Neele Klähn, Elaine Hupfeld, Romina Prause und Amy Schroeder startete am Vormittag, aufgeteilt in vier verschiedene Wettkampfklassen gegen Turnerinnen aus den Vereinen Wüsting-Altmoorhausen, dem Delmenhorster Turnverein, dem Delmenhorster Turnerbund und dem Blau-Weiß Lohne.

In der Wettkampfklasse „Pflicht Leistungsstufe 6 (P6), Jahrg 2003/2004“ konnte Elaine Hupfeld konkurrenzlos antreten. Sie begann am Sprung. Unaufgeregt und zielsicher turnte sie sich durch den Wettkampf und erbrachte an allen Geräten stabile Leistungen. Der Goldpokal war ihr sicher.

In der gleichen Riege, ebenfalls beginnend am Sprung, mussten sich Amy Schroeder und Romina Prause (P6, Jahrg. 2007/2008) mit einem Starterfeld von 6 Turnerinnen auseinander setzen. Die Konkurrentinnen kamen allesamt aus einer der Turnerhochburgen im Bezirk Weser-Ems, dem Verein Blau-Weiß Lohne. Nach dem ersten Gerät waren Stimmung und Motivation überragend gut, denn Schroeder zeigte den zweitbesten und Prause den drittbesten Sprung. Dann kam der Barren. Beide Turnerinnen hatten mit Defiziten zu kämpfen, bei Schroeder kam sogar noch ein Sturz hinzu. Dies führte dann auch zu einem Verlust wertvoller Punkte. Am Folgegerät, dem Balken, gelang Schroeder eine solide Vorstellung, während Prause nach einem Konzentrationsverlust den Balken verlassen musste und danach nur schwer in die Übung zurück fand. Bereits hier lag sie punktetechnisch schon weit zurück. Am letzten Gerät, dem Boden, gelang Schroeder ein grandioses „Comeback“ in den Wettkampf. Mit einer Traumnote von 15,40 (von 16,50 machbaren) gelang ihr die beste Kür ihrer Wettkampfklasse und dieses Ergebnis sicherte ihr schlussendlich Platz 3, die Bronzemedaille. Trainer Reinhard Milter meinte hierzu:“ Amy Schroeder ist ein Stehauf- Männchen. Von einer verpatzten Vorstellung an einem Gerät lässt sie sich nicht beirren. Das ist genau was eine Wettkampfturnerin braucht.“ Prause musste an diesem Tag leider mit Platz 6 vorlieb nehmen.

Nikita Eggers und Kimberly Scheel traten in der Leistungsstufe 5 der Pflichtübungen im Jahrgangsband 2007/2006 in einem Konkurrentenfeld von insgesamt 10 Athletinnen an. Und beide hatten an diesem Tag einen „guten Lauf“. Ruhig, souverän und mit dem nötigen Blick für das Wesentliche begaben sich die beiden an ihre Geräte, ihnen gelang nahezu alles Erforderliche. Im Gesamtklassement landete Eggers auf Platz 2, Scheel auf Rang 4, nur drei Hundertstel hinter der Drittplazierten- angesichts ihres Geburtstages war dieses Ergebnis natürlich schade. Darüber hinaus errang Eggers am Sprung und am Boden jeweils die zweitbeste Tagesnote, Scheel erreichte diese am Reck. Das war nun doch noch ein schönes Geburtstagsgeschenk.

Auch die jüngsten Glarumer Turnerinnen waren an diesem Tag auf der Erfolgsspur zu finden. In der Leistungsstufe 4 (Jahrg. 2009/2010) hatten sich Emilie Müller, Emily Scheel und Neele Klähn gegen dreizehn weitere Mitturnerinnen zu behaupten. Mit der besten Balkennote am Einzelgerät und einem Zähler von 50,65 Punkten in der Gesamtwertung konnte Müller den  Silberpokal nach Hause bringen – ein tolles Ergebnis. Scheel musste sich mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben, erreichte aber in der Geräteinzelwertung einen beachtenswerten zweiten Platz am Boden sowie zwei dritte Plätze am Sprung und am Reck. Klähn lag noch nach dem dritten Gerät im guten Mittelfeld, rutschte aber nach einem Patzer am Boden auf Platz 9 ab. Für sie war es eine bittere Erfahrung – die Enttäuschung sichtbar. Milter:“ Auch das ist Wettstreit. Klähn wird noch viele Wettkämpfe bestehen und sicherlich gute Plätze erzielen. Da bin ich ganz sicher. Im Übrigen freue ich mich über die guten Ergebnisse unserer Turnerinnen – wenn man bedenkt, dass allen acht noch der am Vortag geturnte Kreisentscheid „in den Knochen“ steckte, ist das umso beachtenswerter.“  

Bei der Siegerehrung gab es für die Geburtstagsturnerin Kimberly Scheel noch einen weiteren besonderen Moment. Alle Turnerinnen und Zuschauer sangen ihr ein Ständchen zu ihrem elften Geburtstag. Aber Scheel war vorbereitet. Sie hatte am Vorabend 200 Muffins gebacken, die sie unter allen Aktiven verteilte.