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Glarumer Turnerinnen in Delmenhorst

 Glarumer Turnerinnen in Delmenhorst erfolgreich

Die Teilnahme am Delmenhorster Turnerbund-Cup gehört schon zum festen Bestandteil des Jahresprogramms der Turnabteilung des TuS Glarum. So machte sich eine „Abordnung“ des Vereins, bestehend aus 12 Turnerinnen (darunter auch zwei Nachwuchsturnerinnen, Emilia Gross und Emilie Müller, die erst eine Woche zuvor am heimischen Wettkampf, dem Glarumer Mühlen-Cup teilnahmen), drei Kampfrichtern, zwei Betreuerinnen und zahlreichen Eltern kürzlich auf den Weg. Der Turnwettkampf in Delmenhorst bestand aus zwei Durchgängen: am Vormittag traten die jüngeren „Pflichtturnerinnen“ gegeneinander an, am Nachmittag bestritten die älteren „Kürturnerinnen“ ihren Wettstreit.

In der Pflicht traten 5 TuS-Turnerinnen in den Leistungsstufen P5 und P6 an. Emilia Gross und Emilie Müller hatten sich in ihrer Wettkampfklasse (P5, Jahrg. 2009) in einem starken Teilnehmerfeld gegen 15 weitere Konkurrentinnen zu behaupten. Gross konnte auf ihrem Glarumer Wettkampferfolg aufbauen und belegte auch hier in der Gesamtwertung einen tollen dritten Platz. Müller hatte etwas Pech am Balken. Durch einen Runterfaller verlor sie Punkte und das machte sich in einem äußerst dichten Ergebnisfeld derart bemerkbar, dass sie auf Rang 11 zurück fiel. Aber sie konnte die viertbeste Recknote ihrer Klasse einfahren. Großen Erfolg hatten die P6-Turnerinnen Amy Schroeder, Romina Prause und Nikita Eggers (Jahrgänge 2007/2008 und 2006) zu verzeichnen. Obwohl sie unterschiedlicher Jahrgangszugehörigkeit sind, mussten Schroeder und Prause in der Wettkampfklasse 2008/2007 nicht nur gegen vereinsfremde Gegnerinnen antreten, sondern diesmal auch gegeneinander. So entwickelte sich der Wettkampf auch zu einem kleinen Vereinsduell zwischen den beiden. Mit hervorragenden Geräteeinzelwertungen (Schroeder beste Boden- und Balkennote, drittbester Sprung; Prause ebenfalls beste Bodenwertung /gleiche wie Schroeder 15,30 und zweitbester Sprung) belegten sie im Gesamtklassement die tollen Plätze 2 (Schroeder) und 3 (Prause), nur drei Zehntel voneinander getrennt. Und Eggers konnte hier tadellos mithalten. Auch sie durfte bei der Siegerehrung aufs Treppchen; sie erhielt ebenfalls den Silberpokal für Platz 2 in einem Feld von 6 Turnerinnen. Sie bekam dreimal die zweitbeste Tagesnote für Boden, Reck und Sprung sowie die drittbeste Note am Balken. Trainer Reinhard Milter: „ diese drei Turnerinnen wurden ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht. Sie entwickeln sich mehr und mehr zu verlässlichen Leistungsträgern im Pflichtbereich der Turngruppe.“  

Den Nachmittagsdurchgang hatten die Kürturnerinnen zu bestreiten. Sie starteten in zwei unterschiedlichen Wettkampfklassen: die jüngeren in der Klasse der 11 – 13jährigen, die älteren in der Klasse der 14 – 29 jährigen. Bei den Jüngeren traten die Glarumerinnen Amke Harms und Harmke Klinke (beide Jahrg. 2005) zum Wettstreit gegen 7 andere an. Mit durchaus soliden Grundleistungen an den Geräten, aber auch vom Tagespech verfolgt,  erreichten sie die Plätze 5 (Harms) und 6 (Klinke). Auch diesen beiden Turnerinnen wurde der berühmt berüchtigte „Zitterbalken“ zum Hindernis. Die Aufregung war einfach zu groß – es erfolgten zu viele Stürze und damit einhergehend erhebliche Punkteverluste. Dennoch konnte sich Harms über die drittbeste Boden- und Sprungwertung freuen.

In der zweiten Kürwettkampfklasse starteten gleich 5 TuS-Turnerinnen angeführt von den beiden Vereinsmatadorinnen Hanna Merkel und Raja Schroeder in einem gut besetzten Konkurrentinnenfeld von insgesamt 13 Athletinnen. Es ging ans erste Gerät, den Schwebebalken. Für die meisten Turnerinnen ist dieser 10 cm breite und 1,10m hohe  „Angststreifen“ das Startgerät der Wahl,  bedeutet es doch mit den noch unverbrauchten  Energiereserven die Balkenübung möglichst ohne „Runterfaller“ zu überstehen. Raja Schroeder und Hanna Merkel zeigten ausreichende Konzentration und Nervenkraft, um vor den Kampfrichtern zu bestehen. Ihre schwierigsten Teile, die sogenannten akrobatischen Elemente wie Rollen und Räder auf dem Gerät gelangen sicher. Schroeder zeigte darüber hinaus noch einen Salto-Abgang und konnte die zweitbeste Tageswertung  ihrer Leistungsklasse an diesem Gerät einfahren. Weiter ging es mit dem Boden.  Hier zeigte es sich, dass beständiges Arbeiten im Trainingsbetrieb und kreatives Gestalten der Bodenküren  sich, wenn es drauf ankommt, nämlich im Wettkampf, auszahlt. Schroeder turnte nach einer neuen Musik, brachte ihren persönlichen Stil gut zum Ausdruck, turnte „wertvolle“ Elemente und der Lohn für ihre Arbeit resultierte mit einer 12,80 in der ebenfalls am zweitbesten bewerteten Bodenübung des Tages. Merkel, nach einer längeren Pause wieder im Trainings- und Wettkampfbetrieb aktiv, turnte ebenfalls souverän ihre Kür und wurde mit der viertbesten Note, einer 12,10 belohnt. Ruhig und beinahe gelassen „zog“ sie ihre Bahnen. Auch Pia Niehuß gelang eine gute Bodenvorstellung. Weiter ging es zum Sprung. Mit hervorragend über den „Tisch“ gesprungenen Handstandüberschlägen wurden Schroeder und Merkel jeweils mit der zweit- und drittbesten Benotung belohnt. Beide überschritten die 12er Marke für den mit maximal 13,5 Punkten zu bewertenden Sprung. Aber auch Celina Hupfeld und Niehuß konnten hier gut mithalten. Am letzten Gerät, dem Stufenbarren, lagen die Leistungen der Glarumerinnen allesamt dicht beieinander und bewegten sich im Mittelfeld der Ergebnisse aller Turnerinnen in dieser Wettkampfklasse. Am Ende des Tages konnte Schroeder verdient den Silberpokal in Empfang nehmen. Merkel musste sich, nur vier Zehntel hinter der Drittplatzierten, mit Rang 4 zufrieden geben. Es folgten Niehuß (8), Celina Hupfeld (10) vor ihrer Schwester Elaine (12). Fazit des Trainers: „ ein weiterer erfolgreicher Wettkampftag für unsere Turnerinnen. Es zeigt sich, dass wir im wöchentlichen Training keine schlechte Arbeit leisten, aber so, dass auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt.“